, Linder Manfred

Bitte auf Astring schneiden!

Eine amüsante Geschichte über Friseurbesuch, Baumschnitt und neue Perspektiven - von Susanne Schlegel

BAUMSCHNITT versus HAARSCHNITT 

Vor meiner Fachwartausbildung dachte ich ganz naiv, Bäume schneiden sei wie Haare schneiden beim Friseur. So sahen die Bäume bei mir im Garten dann halt auch aus… wie Spitzen schneiden für 10 Euro… 
 
Jetzt jedoch ist alles anders… es gibt ein Leben NACH der Fachwartausbildung… 
… und das bringt ganz neue Herausforderungen in meinen Alltag… 
 
Denn nächste Woche habe ich einen Termin beim Friseur. 
 
Ich bin jetzt eine Schlaumeierin, eine Besserwisserin, eine Klugscheißerin, wenn’s um diverse Schnitttechniken geht. 
 
Und selbstverständlich bereite ich mich vor auf meinen Friseurbesuch: getreu dem Motto: „wir gehen einmal um den Baum herum.“

Nachdem ich mit Hilfe meines Personalausweises meine persönliche (Baum-) Art, mein Alter und meine Entwicklungsphase identifiziert habe, denke ich, dass für mich ein Erneuerungsschnitt angesagt wäre. 
 
Vor der Fachwartprüfung war ich auch beim Friseur, weil mir das mit der Lernerei so schwer fiel und meine Hohlkrone sich einfach gar nix merken konnte. 
Mein Friseur hat das toll hinbekommen: Oberseitenförderung, Auslichten der Krone und vorbei war’s mit meiner Unterbelichtung, das war geschickt für die Prüfung. 
 
Ganz wichtig ist in jedem Fall: „auf Astring schneiden“! So habe ich das in der Fachwartausbildung gelernt. Nächste Woche beim Friseur würde es mir jedoch auch reichen, wenn der knapp an den Ohrringen vorbeischneidet, da wäre ich schon tolerant. 
 
Hmmmh, vielleicht lass‘ ich mich auch veredeln nächste Woche. Aber ohne Okulation! An meinen Augen schneidet mir niemand rum, schon gar nicht an meinen „schlafenden Augen“. 
 
Meine Stammverlängerung markiere ich sicherheitshalber mit einem Hut, falls der Friseur die nicht auf Anhieb findet. Man hilft sich da ja gerne unter schnittigen KollegInnen.

Was meine Stabilität angeht, habe ich mit Schrecken einige Kinnfalten an mir entdeckt, Mist! Trotzdem würde ich mich aktuell noch als halbwegs stand- und verkehrssicher beurteilen. 
 
Meine Vitalität ließe sich durch eine erhöhte Nährstoffversorgung durch die baldige Eröffnung des Buffets steigern, da gibt’s vielleicht auch den ein oder anderen Fruchtkuchen oder wenigstens einen Fruchtspieß?

Wenn’s ums Essen geht, verstehe ich keinen Spaß. Wenn mir da einer von Euch Konkurrenztrieben im Weg steht, greife ich zur Ellbogenmentalität und fahre meine Leitäste aus. 
 
Am Buffet gilt auf jeden Fall die Regel: Anschneiden, nicht ableiten! 
 
Und falls ich meine Nutzbarkeit durch unkontrollierte Kalorienzufuhr am Buffet gefährde und meine Saftwaage gefährlich ins Wanken gerät, wird mein Friseur auch dafür eine Lösung haben und die heißt: „schlank schneiden“! 


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Geschrieben ganz ohne KI, sondern mit naturgemäßer Krone von Susanne Schlegel , erfolgreich bestandene und frisch frisierte Fachwartin für Obst und Garten, Kurs 2025 / 2026 aus dem Landkreis Ravensburg